Fremdenverkehrsamt

Postfach 113317,

D-22433 Hamburg,

Tel. 0180/ 500 15 48

Norwegen Info

Norwegische Botschaft in Deutschland

Rauchstraße 1

D-10787 Berlin

Tel. 030/ 50 50 50,

FAX 030/ 50 50 55

Deutsche Botschaft in Norwegen

Oscarsgate 45,

N-115 27 Oslo,

Tel. 0047/ 23 27 54 00,

FAX 0047/ 22 44 76 72

Die private Internetseite www.nordlandblog.de von drei "Nordlandverrückten" ist die beste Seite mit sehr umfassenden Informationen für Norwegenanfänger. Aber auch der erfahrende Norwegenurlauber findet hier noch Interessantes.

Geld: 

Da Norwegen nicht Mitglied in der EU ist, und wird es, wenn es nach der Mehrheit der Einwohner geht, auch auf lange Sicht nicht werden. Auch den Euro steht die Mehrheit skeptisch gegenüber, somit bleibt die Währung die Norwegische Krone. 

1 NOK = 100 Øre   -   1€ = 10,63 NOK (Dezember 2020)
Bargeld in der Landeswährung bekommt man am Günstigsten mit der EC-Karte am Bankautomaten. Wie in allen nordischen Ländern auch, zahlt die Mehrheit der Einwohner mittlerweile Bargeldlos. Dabei spielt die Höhe der Summe keine Rolle, ob beim Tanken, beim Bäcker, in der Buchhandlung oder im Supermarkt. Selbst in den kleinen Lebensmittelgeschäften auf dem Lande, überall werden die üblichen Kredit- und Girokarten akzeptiert. Es gibt Geschäfte die akzeptieren  gar kein Bargeld mehr. Als Nutzer von Naturstellplätzen für Camper und zur Bezahlung von privaten Mautstrecken, sollte man als Tourist aber immer ein wenig Bargeld dabeihaben. (Währungsrechner)



Gesundheit: 

Zwischen Norwegen und Deutschland gibt es ein Sozialabkommen. Mit dem Auslandskrankenschein deiner Versicherung  kannst du im Krankheitsfall einfach die Notaufnahme des nächsten Sykehus, dem Krankenhaus, oder in ländlichen Gebieten Helsesenter, eine Art erweitertes Ärztehaus, aufsuchen. Dort wird man nach Vorlage des Auslandscheines an den für die jeweiligen Beschwerden zuständigen Arzt weitergeleitet. Niedergelassene Ärzte gibt es in Norwegen nur in größeren Orten. In den meisten Krankenhäuser werden auch Kreditkarten akzeptiert.



Notruf:

Polizei + Feuerwehr: 112

Rettungsdienst (Ambulanse): 113



Telefonieren:

nach Norwegen: 

+47 / Ortsnetzkennzahl ohne 0 / Rufnummer (8-stellig)

nach Deutschland: 

+49 / Ortnetzkennzahl ohne 0 / Rufnummer



Zollfrei einführen darf man (ab 20 Jahren): 

1 Ltr. Spirituosen über bis 60% und 
1 Ltr. hochprozentiger Wein  und 
2 Ltr. Bier (über 3,5%) oder

2 Ltr. Wein und 2 Ltr. Bier

ab 18 Jahren: 
200 Zigaretten oder 250g Rauchtabak

Verboten ist die Mitnahme von Kartoffeln und Eiern    (...mehr...)



Mit dem Auto nach Norwegen:

Das Straßennetz ist gut ausgebaut und wird ständig erweitert.

Aktuelle Straßen-Informationen können über die Tel. Nr. 175 abgefragt werden (auch deutschsprachig)

Die Verkehrsregeln sind ähnlich wie in Deutschland. Bei den Bußgeldern gibt aber große Unterschiede. Beispiele von der Seite www.bussgeldkatalog.org/norwegen/:

- Das Tempolimit (PKW) beträgt innerorts 50 km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften 80 km/h. Auf Schnellstraßen 90 km/h. Die E6 zwischen schwedischer Grenze und Oslo wurde streckenweise privatisiert. Auf diesen Strecken darf man 100 km/h fahren. Kontrollen sind häufig und Überschreitungen kosten wesentlich mehr als in Deutschland! Auf fest installierte Geschwindigkeitsmesser wird frühzeitig hingewiesen. Problematisch sind hingegen die gut versteckten mobilen Messungen.



- Auch am Tag muss mit Abblendlicht gefahren werden (ab 250€ Bußgeld)

- In Ortschaften gilt, wenn nicht anders geregelt, rechts vor links und anders als bei uns, bremst man auch für Fußgänger. Entsprechend langsam wird auch gefahren. (Vorfahrt missachten: ab 600€ Bußgeld)

- Die Blutalkoholgrenze liegt bei 0,2 Promille. Auch an Restalkohol denken, denn es kommt gelegentlich vor, das morgens Alkohohlkontrollen durchgeführt werden. Und dafür werden auch die großen Europastraßen gesperrt. (ab 52€ Bußgeld)

- Die Benutzung des Handys während der Fahrt ist verboten. (135€ Bußgeld)

Zuwiderhandlungen sind eine kostspielige Angelegenheit. Hohe Bußgelder die z.T. auch Gehaltsabhängig (Tagessätze) sind, werden über Inkassobüros auch in Deutschland eingefordert. Tipps, ob du dieses dann bezahlen musst erhältst du von den Automobilclubs oder deinem Anwalt.

Die Inkassobüros treiben auch nicht bezahlte Maut ein. Will man dem ständigen Bezahlen mit Kleingeld entgehen, rate ich dazu, sich bei www.autopass.no  zu registrieren. Die Maut wird dann von der Kreditkarte abgezogen.

Wenn du deinen Urlaub planst ist eine durchschnittliche Geschwindigkeit  von 60 - 70 Kilometern die Stunde nicht unrealistisch. Auf Küstennahen Routen solltest du mit deutlich weniger rechnen, denn dort sind die Straßen noch kurvenreicher und manch eine Fähre fährt nur in großen Abständen. (s.u.)

Info Straßenverkehrsamt: www.vegvesen.no/en/Home (engl.)



Entlang der Fjorde:

An der zerklüfteten Fjordküste werden die Straßen oft durch Fährlinien verbunden. Die Preise richten sich nach Überfahrtdauer, Länge der Fahrzeuge und Anzahl der Passagiere. 2 Personen mit PKW (bis 6 m) kosten so zwischen 8 € und 20 €. Über 6 Meter wird es dann Richtig teuer. 

Aktuelle Informationen können über die Tel. Nr.: 155 abgefragt werden (auch deutschsprachig)



 




Wer im Winter nach Norwegen fährt:

sollte  Winterreifen aufziehen oder auch Winterreifen mit Spikes. Winterreifen sind aber für ausländische Fahrzeuge keine Pflicht. KFZ über 3,5 t müssen vom 15. Oktober bis Sonntag nach Ostern Schneeketten mitführen. Die Norweger selber fahren fast alle mit Spikereifen und sind daher auch schneller unterwegs. Die Höchstgeschwindigkeit liegt  zwar nur bei 80 km/h (In Ausnahmen auch 90 km/h), wird aber den Witterungsverhältnissen entsprechend geringer sein. Es wird i.d.R. nur Schnee geräumt, nicht aber Salz oder Split gestreut, womit die Straßen eine festgefahrene Schneedecke haben. Von September bis Mai kommt es Vielerorts zu Verkehrsbehinderungen (Umleitungen von z.T. über 100 Km und Kolonnenfahren hinter Räumfahrzeugen) Der Frostschutz sollte bis minus 50 °C reichen, es kann über Nacht schnell mal minus 30 °C kalt werden. Tanken kann man fast immer und überall, da viele Tankstellen Münzautomaten haben (20 , 50 oder 100 NOK Scheine) oder Kreditkarten akzeptieren. Je weiter man Richtung Norden fährt, desto frühzeitiger sollte man aber die wenigen Tankstellen nutzen, auch wenn der Tank noch halbvoll ist.

Aktuelle Straßen-Informationen können über die Tel. Nr. 175 abgefragt werden (auch deutschsprachig)

Alkohol ist teuer: 

Das gilt auch in Norwegen. Die Preise liegen aber noch höher als in den übrigen skandinavischen Ländern. Der Verkauf von alkoholischen Getränken, von einem bestimmten Alkoholprozentsatz an, darf nur in staatlichen Geschäften, dem Vinmonopolet (norw./engl.)erlaubt. In Lebensmittelläden, Supermärkten usw. darf nur Leichtbier (lättöl und folköl) verkauft werden. Besser man bringt sich alles von zu Hause mit -  aber Achtung: Zollbestimmungen. Es empfiehlt sich mit größeren Alkoholmengen an Bord, die kleineren Grenzübergänge zu nutzen, wo es keine Zollstationen gibt.
Alkohohl am Steuer ist schon eine Straftat, also nicht nur Teuer, sondern kann auch mit Gefängnis bestraft werden. Da hilft dann auch der deutsche Botschafter nicht mehr.



Behindertenfreundlich: 

Skandinavien ist nicht nur familienfreundlicher als wir das hier kennen, sondern geht auch viel mehr auf die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap ein. Viele Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten sind rollstuhlgerecht ausgebaut. Viele regionale Fremdenverkehrsbüros geben extra Info-Broschüren für behinderte Reisende heraus. 
Viele Hotels und Campingplätze verfügen über behindertengerechte Einrichtungen.



Einreise:

Bei einem Aufenthalt bis zu drei Monaten benötigen EU-Bürger als Reisedokumente Personalausweis oder Reisepass. 
Die Einreisebestimmungen mit Haustieren könnt ihr hier einsehen: https://www.norway.no/de/germany/



Sommerzeit:

In Norwegen gilt die mitteleuropäische Sommerzeit; Zeitraum wie in Mitteleuropa 



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